Voll verkackt ist halb gewonnen

Autor: Tom Limes

In dieser Geschichte geht es um Julian, Liza, Max und Tariq. Sie treffen sich in einer Qualifikationsmaßnahme, um doch noch einen Hauptschulabschluss zu bekommen, nachdem sie in ihrer bisherigen Schullaufbahn gescheitert sind. Doch die vier haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Julian ist lethargisch, hat zu gar nichts Lust und entspannt sich lieber beim Gras rauchen. Liza ist zwar hoch motiviert, leidet aber unter dem Tourettesyndrom, so dass sie sich nur noch verstecken möchte. Max ist ein „klugscheißender Antialles“ und Tariq ein „pseudolustiger Gangsterverschnitt“. Zusammen sehen sie sich als eine „Gruppe der Hoffnungslosigkeit“.
Doch dann machen sie zusammen ein Filmprojekt, in dem sie zeigen wollen, warum sie an ihrer Schule und in dem Schulsystem allgemein von Anfang an keine Chance hatten. Sie beschäftigen sich mit dem Thema, wollen eigentlich nur ihren Frust rauslassen und merken dann, nachdem sie die anderen und ihre Probleme besser kennengelernt haben, sie sind doch nicht alleine. Es entsteht so etwas wie Freundschaft und Hoffnung.

Meine Meinung
Die Geschichte ist sehr beeindruckend und berührend. Man lernt die vier Hautpersonen nach und nach besser kennen und versteht ihre Frustration und Hoffnungslosigkeit. Der Sprachstil ist wunderbar lebendig, lustig und sehr überzeugend. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und konnte zwischendurch nicht mehr aufhören. Mit dem Thema Schulversagen hatte ich mich vorher noch nicht beschäftigt. Aber hier habe ich gelernt, dass es nicht die Jugendlichen sind, die „einfach dumm“ oder „zu asozial“ oder „zu verpeilt“ sind, sondern, dass die persönlichen Umstände und das System „Schule“, das wir hier haben, die Hauptursachen für Schulversagen sind. Diese Geschichte ist zwar erfunden, könnte aber genauso stattgefunden haben oder stattfinden. Man merkt, dass der Autor Tom Limes weiß, wovon er spricht und, dass ihm dieses Buch ein Herzensthema ist.

Fazit: „Voll verkackt ist halb gewonnen“ ist ein tolles, lehrreiches und bewegendes Buch über das Thema Schulversagen und Vorurteile, nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Man erfährt, was alles schiefläuft und laufen kann, aber auch, dass es nicht so laufen muss und sensibilisiert für das Thema, über das viele nichts wissen wollen. Es ist nie zu spät, einen anderen Weg einzuschlagen. Ich bin begeistert - absolut empfehlenswert.

Erschienen bei Arena

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Autorin / Autor: Hanna - Stand: 25. Juni 2019
 
 

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