Ein Mofa wird zum Möbelstück

Beitrag von Felix Steinmeyer (17 Jahre)

Motivation

Der ständigen Belastung der Erde durch den Menschen wird sie nicht mehr lange Stand halten. Es ist Zeit etwas zu ändern, und wie könnte man am besten anfangen, nachhaltiger zu werden? Indem man sein Konsumverhalten überdenkt. Alten, auf den ersten Blick kaputten/schrottreifen Gegenständen ein zweites Leben zu verschaffen erscheint in diesem Bereich als guter Anfang, um die momentan noch stark verankerte Wegwurf-Mentalität der Gesellschaft anzugehen.

Entstehungsgeschichte

Das Mofa ist ein, durch einen Zweitaktmotor angetriebenes, motorisiertes Fahrrad. Auf dem Land ist es die beste Möglichkeit, schon in jungen Jahren mobil zu werden und unabhängig von den Eltern je nach Belieben in die Stadt fahren zu können. Schon mein großer Bruder und unser Vater sind Mofa gefahren.
Dass Mofas bei diesem starken Gebrauch auch hin und wieder gewartet und repariert werden müssen, ist kein Wunder. Da Ersatzteile in einem neuen Zustand mittlerweile kaum noch zu erhalten sind, werden zur Reparatur alte, ausgemusterte Mofas (ugs. Schlachtmofas) aus dem Internet erworben. Beim Kauf ist dann meistens nicht nur das Objekt der Begierde, sondern eben auch Teile die man eigentlich nicht benötigt und/oder nicht mehr zu gebrauchen sind, da sie zum Beispiel von innen verrostet sind, dabei. Diese Teile liegen dann unnütz auf dem Hof herum und verschwenden nur Platz. Diesen Fall hatten wir, als wir aufgrund eines defekten Motors von einem Mofa ein zweites besorgten, bei welchem der Motor funktionierte, die Karosserie jedoch schon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Also wurden die Motoren ausgetauscht und es blieb ein Mofa ohne Motor (ugs. Mofaleiche) übrig. Hier kam der Gedanke, warum man nicht diese Teile nehmen und etwas komplett Neues aus ihnen erschaffen könnte.
Die Seminararbeit kam dann wie gerufen und es stand fest, dass wir aus dem unnützen Beifang ein Möbelstück kreieren. Natürlich sollte der Betrachter schon noch erkennen, was der Gegenstand in seiner ursprünglichen Form einmal gewesen ist, weshalb die Entscheidung fiel, das ganze Mofa zu verbauen. Des Weiteren wird das Mofa nicht farblich umlackiert. Der jetzige Lack ist die Geschichte des Mofas, und es wäre tragisch, diese einfach zu entfernen.

Beteiligte

Gerhard Steinmeyer (58, Mein Vater): Lackieren; Schweißarbeiten
Daniel Amerdinger (28, Ein Freund): Hilfe beim Zuschneiden des Plexiglas
Markus Steinmeyer (26, Mein Bruder): Hilfe beim Flexen
Felix Steinmeyer (17, Ich): Idee-Konstruktion; Trennschleifer usw.

Umweltbezug

- Für die Arbeiten wurde die Hofeigene Werkstatt benutzt
- Schrottreifes Altmetall wurde zu einem neuem Objekt (Upcycling)

Hier geht es zur Wettbewerbsausschreibung

Autorin / Autor: Felix Steinmeyer