Starbuck - Vater von 533 Kindern

Amüsante Komödie: Eine neue, außergewöhnliche Geschichte eines 42-jährigen Mannes, für den mehrere Samenspenden im Jugendalter alles verändern.
*Kinostart: 16. August*

Stell dir vor du bist 42 Jahre alt, kommst eines Tages nach Hause und da steht ein Anwalt bei dir auf der Matte, der dir mit kühler Mine beibringt, dass du der leibliche Vater von 533 Kindern bist. Genau so erlebt es David Wozniak (Patrick Huard), ein Chaot wie er im Buche steht. David würde man wahrscheinlich als „verkorkst“ oder „missraten“ beschreiben; er ist ein hochverschuldeter LKW-Fahrer, der es nicht einmal fertigbringt seine Arbeit als Fleischwarenlieferant im Familienbetrieb ordnungsgemäß auszuführen. Mit seinem rücksichtslosen Verhalten verletzt und enttäuscht er seine Familie und Freundin Valérie(Julie Le Breton) immer wieder aufs Neue.  Gerade als er sich dazu entscheidet sein Leben umzukrempeln und endlich Verantwortung zu übernehmen, erfährt er, dass die Klinik in der er vor vielen Jahren regelmäßig seine Samenspenden einreichte damals einen Fehler machte und so 533 Kinder gezeugt wurden, von denen ihn nun 142 kennenlernen möchten.
So kommt es, dass David hin-und hergerissen ist zwischen zwei Möglichkeiten: Anklage gegen die Klinik einreichen, die Grund für diesen fatalen Fehler ist oder Verantwortung übernehmen und sich seiner Rolle als Vater stellen.

In vielen Momenten erscheint der Plot sehr unrealistisch und somit zeitweise schwer nachvollziehbar für den Zuschauer. Von dieser aufkommenden Skepsis darf man sich aber getrost freimachen, beteuert Regisseur Ken Scott: „Einen Monat nach dem wir das Projekt angestoßen hatten, zirkulierte in allen Medien die Meldung von einem Samenspender, der 500 Kinder gezeugt hatte.“  Dieser Teil des Plots ist also wider Erwarten realitätsnah. Dennoch sollte man keine realistische Entwicklung der Geschichte erwarten und sich gleich darauf einstellen, dass der Film einige Momente birgt, die etwas überzogen erscheinen. Beispielsweise wird in der Komödie eine rosarote Welt kreiert, in der sich niemand erst als ein Vater beweisen, sondern lediglich genetische Ähnlichkeiten aufweisen muss, um sofort als Vater akzeptiert und geliebt zu werden; mit dieser oberflächlichen Auseinandersetzung mit der Vaterrolle lässt es sich aber anfreunden.
So ist es doch beinahe herzerweichend für den Zuschauer, Davids Verhaltensveränderung zu beobachten, sobald er sich mit seiner Verantwortung als Vater beschäftigt. Aus dem ewigen Rebell wird ein charmanter, verantwortungsbewusster und fürsorglicher Mann, der allerdings scheinbar schon immer das „Gute“ in sich trug. Diese 180° Wendung erfreut das Herz des Zuschauers und lässt ihn schnell Sympathie für die Hauptfigur entwickeln.


Das Ende des Films ist vorhersehbar, nimmt dem Film allerdings wenig die Spannung, da er mehr auf konstante, amüsante Unterhaltung abzielt, statt eine überraschende Wendung hinauszuzögern. An einigen Stellen kann man sich ein Grinsen nicht verkneifen; besonders die Gespräche zwischen David und seinem besten Freund (Antoine Bertrand) tragen mit Ironie und sarkastischen Elementen zur Belustigung der Zuschauer bei und gehören zu den Highlights des Films. Die zwischenmenschlichen Konversationen verleihen dem Film Leichtigkeit und machen ihn zu einer unterhaltsamen Komödie. Dass der Film nicht langweilig wird kommt auch dem Fakt zugute, dass der Plot einfach neu und interessant, so wie aktuell, ist und noch nie verfilmt wurde.
Also, freut euch auf den 16. August und ab ins Kino!

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Autorin / Autor: Alina - Stand: 3. Juli 2012